VON INGEBORG PINT
Seit der Eröffnung des Naturfreundehauses in Petit Mbao im Januar 2004 habe ich Naturfreunde-Reisen nach Senegal begleitet. Mit einer aus 20 Personen bestehenden Gruppe habe ich nun Ende Januar/Anfang Februar 2025 diese Tätigkeit beendet. Diese meine letzte Gruppenreise hat uns – neben einigen Programmpunkten in und um Dakar – über Koungheul, Tambacounda, den Nationalpark Niokolo Koba bis nach Kédougou im Osten des Landes geführt. In Dakar wurden wir von mehreren Mitgliedern der Naturfreunde Senegal (ASAN – Association Sénégalaise des Amis de la Nature) begleitet, während der Überlandtour war Mamadou Mbodji, stellv. Generalsekretär von ASAN, unser Begleiter.
Senegal ist ein stabiles Land, in dem ich mich als Touristin und Gast immer wohl und willkommen gefühlt habe, was auch diesmal der Fall war. Auch die übrigen Personen in meiner Gruppe, die offen und interessiert auf die Bevölkerung zugegangen sind, haben zu einer überaus positiven Grundstimmung während der Reise beigetragen. Auf einige Highlights möchte ich näher eingehen.
Auf dem Weg nach Osten: Koungheul in der „Landschaft des Jahres 2018/2020 – Senegal/Gambia“
Wieder einmal konnte ich mich davon überzeugen, dass die Baumpflanzungen in den Gärten der Familiengehöfte ein echtes Erfolgsprojekt sind. Wieder haben uns in einem der Projektdörfer die für die Pflege der Bäume verantwortlichen Frauen mit großem Hallo begrüßt und uns stolz ihre Prachtexemplare gezeigt. Die geernteten Früchte dienen einerseits der gesunden Ernährung der Familien, andererseits tragen sie, durch Verkauf auf den Märkten, zur Verbesserung des Familieneinkommens bei.

Der Gedenkstein, der anlässlich der Auftaktveranstaltung zur „Landschaft des Jahres“ vor dem Collège von Koumbidja Socé bei Koungheul aufgestellt worden war, wurde mehrmals beschädigt. Die Naturfreunde Senegal haben gemeinsam mit der Schulverwaltung nun einen sicheren Platz im Schulhof ausgewählt, wo ein neuer Gedenkstein mit einer Tafel zur Erinnerung an die „Landschaft des Jahres“ angebracht wurde. Ich durfte diesen neuen Gedenkstein bei unserem Besuch einweihen. Aus diesem Anlass gab es auch ein Fest im Schulhof, mit dem Auftreten von zwei „Kankurangs“, Schutzgeistern der Mandinga-Tradition.


Dialacoto – eine Zäsur
Im Camp der Naturfreunde in Dialacoto haben wir zu Mittag gegessen, ein Fest sollte auf dem Dorfplatz stattfinden. Bei der Anreise erreichte uns eine erschreckende Nachricht, dazu ein Ausschnitt aus einem Facebook-Post von Ansgar Drücker.
Teranga heißt die Gastfreundschaft, die wir im Senegal genießen durften, auf Wolof. Wir kamen ohne Visa hinein und wurden am Flughafen mit offenen Armen empfangen. Ganz anders erging es einer Gruppe junger Menschen aus einem abgelegenen Dorf im Südosten Senegals, das wir eigentlich besuchen wollten. Kurz vorher erreichte uns die ebenso aktuelle wie dramatische Nachricht, dass eine zweistellige Zahl von ihnen auf der Flucht Richtung Europa ertrunken ist. Gegensätzlicher können sich die Bedingungen für das Reisen und die Freiheit auf dieser Welt wohl kaum darstellen. Das Dorf trauerte und wird noch lange trauern – und wir setzten unsere Urlaubsreise mit einem Programmpunkt weniger fort. So hautnah hatte ich das noch nicht erlebt und es hat uns immer wieder beschäftigt. (…)
Nicht nur Ansgar ging diese Nachricht nicht mehr aus dem Kopf. Wir alle fragten uns, wie angesichts politischer Entwicklungen in mehreren Ländern Europas die Möglichkeiten, bei uns Hilfe zu finden, für Menschen außerhalb unseres Kontinents wohl aussehen werden.
Der Nationalpark Niokolo Koba und die Krankenstation in Dar Salam
Der Nationalpark hat sich uns von einer sehr guten Seite gezeigt. Dass Löwen und Elefanten ihre Rückzugsräume haben, ist bekannt und Besucher*innen sollten sich nicht darauf einstellen, sie zu Gesicht zu bekommen. Aber die Vielfalt an Antilopen und Gazellen und sonstigem Kleinwild ist beeindruckend.


Auch das Hotel Simenti, in dem wir zwei Nächte verbracht haben, ist nach einer schwierigen Phase wieder auf einem sehr guten Weg. 11 neu errichtete komfortable Bungalows (einige noch ohne Warmwasser) und acht renovierte Zimmer im Hauptgebäude, die gute Küche und der unvergleichliche Blick von der Hotelterrasse auf den Gambia-River machen den Aufenthalt im Hotel sehr angenehm, vor allem wenn sich bei Sonnenuntergang Flusspferde an der Wasseroberfläche zeigen. Vom Hotel aus kann man Rundfahrten im Geländefahrzeug und Bootstouren buchen. Problematisch ist die Zufahrt zum Hotel, auf einer kaum gepflegten, hindernisreichen Piste – hier wäre wohl der Staat gefragt, etwas zu unternehmen, um interessierten Reisenden den Zugang zu einem der Highlights des Landes nicht unnötig zu erschweren.
Vor dem Eingang zum Nationalpark, im Dorf Dar Salam, befindet sich eine Krankenstation, die vor 22 Jahren von französischen Naturfreund*innen finanziert und seither auch erweitert wurde. Hier zeigt sich, dass eine an sich sehr sinnvolle Einrichtung ihre Aufgaben nur eingeschränkt wahrnehmen kann, da es an Medikamenten, Betten und Personal fehlt – abseits größerer Städte weist das Gesundheitssystem Senegals schwere Mängel auf.

Der Südosten Senegals – Kédougou als Basis für Ausflüge zu touristischen Highlights
Kédougou ist eine Stadt im Dreiländereck Senegal-Mali-Guinea, direkt am Gambia-River gelegen. Von hier aus unternehmen Reisende – so auch wir – Exkursionen zum Wasserfall von Dindéfélo und in die Gebiete der ethnischen Minderheiten der Bedick und Bassari.

Ich war zuletzt vor elf Jahren in dieser Region. Positiv überrascht haben mich die Entwicklungen im Gebiet des Wasserfalls von Dindéfélo. Hier haben sich im Jahr 2010 zwölf Dörfer und einige Weiler der Gemeinde Dindéfélo zu einer „Réserve Naturelle Communautaire“ zusammengeschlossen, einem gemeindebasierten Naturschutzgebiet, für das man sich die nachhaltige, schonende Erschließung zum Ziel gesetzt hat. Im Besucher*innenzentrum werden Interessierte ausführlich informiert, zwei Camps mit Restaurant werden von der Gemeinschaft geführt, Guides für Touren können gebucht werden. An einigen Souvenirständen werden lokale landwirtschaftliche Produkte angeboten (Honig, Säfte, Marmeladen, kosmetische Produkte).

Das Dorf Ethiolo im Herzen des Bassarilandes hat uns durch die Darstellungen des Kulturerbes der Region beeindruckt. Vom Campement Chez Balingo aus kann man sich begleiten lassen und nach einem kurzen Aufstieg die Stätte der Initiationsriten besuchen. Balingo, der Chef des Camps, ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, der uns uninformierten Besucher*innen anschaulich diese Tradition vermitteln konnte.

Am Rückweg nach Kédougou haben wir in Bandafassi das Camp „Chez Léontine“ besucht. Léontine Keita ist eine der vier „starken Frauen“, die ich vor mehr als 10 Jahren in einer kleinen Broschüre vorgestellt habe. Das Camp hat sich seither sehr gut entwickelt, Léontines Engagement und Energie sind ungebrochen – wirklich eine beeindruckende Frau, die ihr Geschäft kompetent und mit Charisma führt.
In Samécouta, einem Vorort von Kédougou, haben wir wieder die Grundschule besucht. 500 Schüler*innen und einige ihrer Lehrkräfte haben mit uns gesungen und getanzt. Großes Lob an die Eltern der Schüler*innen, denen es wichtig ist, an einem so entlegenen Ort Senegals für eine gute Schulbildung zu sorgen.

Zurück im Naturfreundehaus in Petit Mbao – eine große Überraschung und ein traditioneller Besuch
Beim Abendessen nach unserer Rückkehr wurde das Haus mit Strom aus der neuen Photovoltaik-Anlage erleuchtet. Die Errichtung der Anlage auf dem Dach des Hauses wurde dank einer Spendenkampagne der Naturfreunde Wiesbaden und dank einiger größerer Einzelspenden ermöglicht. Bei einer Begehung bedankte sich Mamadou Mbodj bei allen Spender*innen für ihre Großzügigkeit. Das Haus kann nun selbst Strom produzieren und erspart sich dadurch viel Geld – elektrischer Strom ist in Senegal teurer als in Deutschland oder Österreich. Außerdem wird so ein Zeichen für die ökologische Ausrichtung des Hauses gesetzt.


Nach einem traditionellen Besuch bei den Gemüsebäuerinnen von Kamb ging meine letzte Gruppenreise nach Afrika zu Ende.

Während mehr als 20 Jahren waren diese Reisebegleitungen ein Fixpunkt in meinem Leben. Danke an alle afrikanischen, vor allem senegalesischen, Freundinnen und Freunde, die mir dabei geholfen haben, viele bereichernde Erfahrungen, Erlebnisse, Begegnungen mit ihnen und den Reisenden aus Europa zu teilen. Ich werde wiederkommen, ohne Gruppe, als Einzelreisende oder mit ein paar Freundinnen und Freunden.
Ba benene yon – auf Wiedersehen!
ENGLISH
20 years of accompanying Naturefriends groups – my last group trip to Senegal
BY INGEBORG PINT
Since the opening of the Naturefriends House in Petit Mbao in January 2004, I have accompanied Naturefriends trips to Senegal. At the end of January/beginning of February 2025, I finished this activity with a group of 20 people. In addition to some programme points in and around Dakar, this last group trip took us to Kédougou in the east of the country – via Koungheul, Tambacounda and the Niokolo Koba National Park. In Dakar, we were accompanied by several members of the Naturefriends Senegal (ASAN-Association Sénégalaise des Amis de la Nature), while Mamadou Mbodji, Deputy Secretary General of ASAN, accompanied us on the overland tour.
Senegal is a stable country where I have always felt comfortable and welcome as a tourist and guest, which was also the case this time. My co-travellers, who were open-minded and interested in the local people, also contributed to an extremely positive atmosphere during the trip. I would like to take a closer look at some of the highlights.
On the way east: Koungheul in the „Landscape of the Year 2018/2020 – Senegal /Gambia“
Once again, we were able to convince ourselves that the tree planting in the family compounds was a truly successful project. In one of the project villages, the women responsible for caring for the trees once again greeted us with a big hello and proudly showed us their magnificent specimens. The fruit is used to provide healthy food for the families and also helps to improve the family income by selling it at the markets.

The memorial stone, which was erected at the entrance of the Koumbidja Socé College near Koungheul to mark the kick-off of the ‘Landscape of the Year’ event, was damaged several times. Naturefriends Senegal, together with the school administration, have now chosen a safe place in the schoolyard where a new memorial stone with a plaque commemorating the ‘Landscape of the Year’ has been installed. I had the honour of inaugurating this new memorial stone during our visit. On this occasion, there was also a celebration in the schoolyard, with the appearance of two ‘Kankurangs’, protecting spirits of the Mandinga tradition.


Dialacoto – a dramatic break
We had lunch at the Naturefriends camp in Dialacoto, where a party was to be held in the village square. On arrival, we received some shocking news. Here is a Facebook post by Ansgar Drücker:
Teranga is the Wolof word for the hospitality we enjoyed in Senegal. We got in without a visa and were welcomed with open arms at the airport. It was a completely different story for a group of young people from a remote village in southeast Senegal that we wanted to visit. Shortly beforehand, we received the dramatic news that a double-digit number of them had drowned while fleeing to Europe. The conditions for travelling and freedom in this world could hardly be more contrasting. The village mourned and will mourn for a long time to come – and we continued our holiday trip with one less item on the programme. I had never experienced this so closely before and it kept us very thoughtful. (…)
Ansgar wasn’t the only one who couldn’t get this news out of his head. We all wondered what the opportunities for people outside our continent to find help in our country would look like given political developments in several European countries.
Niokolo Koba National Park and the health centre in Dar Salam
The National Park showed us a very good side. It is well known that lions and elephants have their retreats and visitors should not expect to see them. But the variety of antelopes, gazelles and other small games is impressive.


Hotel Simenti, where we spent two nights, is also on the right track again after a difficult phase. 11 newly built comfortable bungalows (some still without hot water) and eight renovated rooms in the main building, the good cuisine and the unrivalled view of the Gambia River from the hotel terrace make a stay at the hotel very pleasant, especially when hippos appear on the surface of the water at sunset. From the hotel, you can book tours in an off-road vehicle and boat trips. The access to the hotel is problematic, on a barely maintained track with many obstacles – the government should act about this so as not to make it unnecessarily difficult for interested travellers to access one of the country’s highlights.
In front of the entrance to the National Park, in the village of Dar Salam, there is a health centre that was financed 22 years ago by French Nature Friends and has since been expanded. Unfortunately, this very useful facility can only fulfil its tasks to a limited extent, as there is a lack of medication, beds and staff – away from the larger towns, Senegal’s healthcare system has serious shortcomings.

The south-east of Senegal – Kédougou as a base for excursions to tourist highlights
Kédougou is a town in the Senegal-Mali-Guinea border triangle, located directly on the Gambia River. From here, travellers – including us – go on excursions to the Dindéfélo waterfall and to the areas of the Bedick and Bassari ethnic minorities.

The last time I had been in this region was eleven years ago. I was now pleasantly surprised by the developments in the Dindéfélo waterfall area. In 2010, twelve villages and several hamlets in the municipality of Dindéfélo came together to form a Réserve Naturelle Communautaire, a community-based nature reserve with the aim of sustainable, respectful development The visitor center provides detailed information, two camps with a restaurant are run by the community, and guides can be booked for tours. Local agricultural products (honey, juices, jams, jams, cosmetics) are on sale at several souvenir stalls.

The village of Éthiolo in the heart of Bassari Country impressed us with its depictions of the region’s cultural heritage. From the Campement Chez Balingo, you can be accompanied and, after a short climb, visit the site of the initiation rites. Balingo, the boss of the camp, is a gifted storyteller who vividly conveyed this tradition to us uninformed visitors.

On the way back to Kédougou, we visited the „Chez Léontine“ camp in Bandafassi. Léontine Keita is one of the four ‘strong women’ that I introduced in a small brochure more than 10 years ago. The camp has developed very well since then, and Léontine’s commitment and energy are unbroken – an impressive woman who runs her business competently and with charisma.
In Samécouta, a suburb of Kédougou, we visited the primary school again. 500 pupils and some of their teachers sang and danced with us. A big thank you to the parents of the pupils, for whom it is important to provide a good education in such a remote place in Senegal.

Back at the Naturefriends House in Petit Mbao – a big surprise and a traditional visit
At dinner after our return, the house was lit up with electricity from the new photovoltaic system. The installation of the system on the roof of the house was made possible thanks to a fundraising campaign by Naturefriends Wiesbaden and a number of major individual donations. During an inspection on the roof, Mamadou Mbodj thanked all donors for their generosity. The house can now produce its own electricity and thus save a lot of money – electricity is more expensive in Senegal than in Germany or Austria. The PV system also sets an example for the ecological orientation of the house.


After a traditional visit to the women vegetable farmers of Kamb, my last group trip to Africa came to an end.

For more than 20 years, accompanying these travels was a fixture in my life. Thanks to all my African, especially Senegalese, friends who helped me to share many enriching experiences, adventures and encounters with them and the travellers from Europe. I will come again, without a group, as an individual traveller or with a few friends.
Ba benene yon – goodbye!
FRANÇAIS
20 ans comme accompagnatrice de voyages – mon dernier voyage de groupe au Sénégal
PAR INGEBORG PINT
Depuis l’inauguration de la Maison des Amis de la Nature à Petit Mbao en janvier 2004, j’ai accompagné des voyages des Amis de la Nature au Sénégal. J’ai terminé cette activité fin janvier/début février 2025 avec un groupe de 20 personnes. En plus de quelques sites à Dakar et dans ses environs, ce voyage de groupe nous a fait découvrir Koungheul, Tambacounda, le Parc national du Niokolo Koba et Kédougou au Sénégal oriental. À Dakar, plusieurs membres de l’Association Sénégalaise des Amis de la Nature (ASAN) nous ont accompagnés, et pendant le circuit vers l’Est, Mamadou Mbodji, Secrétaire général adjoint de l’ASAN, était notre guide.
Le Sénégal est un pays stable où je me suis toujours sentie à l’aise et la bienvenue, ce qui était également le cas cette fois-ci. Les autres personnes de mon groupe, qui ont fait preuve de sensibilité et d’intérêt à l’égard des populations, ont également contribué à créer une ambiance générale extrêmement positive pendant le voyage. J’aimerais revenir plus en détail sur quelques points forts.
En route vers l’est – Koungheul dans le « Paysage de l’Année 2018-2020 Sénégal/Gambie »
Une fois de plus, j’ai pu me rendre compte que les reboisements dans les concessions villageoises sont une véritable histoire à succès. Une fois de plus, dans l’un des villages du projet, les femmes responsables de l’entretien des arbres nous ont accueillis avec un grand bonjour et nous ont montré fièrement leurs magnifiques spécimens. Les fruits récoltés servent d’une part à l’alimentation saine des familles, et d’autre part ils contribuent à l’amélioration des revenus familiaux en étant vendus sur les marchés.

La stèle commémorative qui avait été installée devant l’entrée du Collège de Koumbidja Socé, près de Koungheul, à l’occasion du lancement du « Paysage de l’année », a été endommagée à plusieurs reprises. Les Amis de la Nature du Sénégal, en collaboration avec l’administration du Collège, ont maintenant choisi un endroit bien protégé dans la cour du Collège, où une nouvelle stèle a été installée avec une plaque rappelant le lancement du « Paysage de l’Année ». J’ai pu inaugurer cette nouvelle stèle lors de notre visite. À cette occasion, une fête a également été organisée dans la cour de l’école, avec l’apparition de deux « Kankourangs », esprits protecteurs de la tradition mandingue.


Dialacoto – des moments de réflexion
Nous avons déjeuné au campement des Amis de la Nature à Dialacoto, une fête devait avoir lieu sur la place du village. En arrivant, une nouvelle effrayante nous est parvenue. Voici un extrait d’un message publié sur Facebook par Ansgar Drücker.
Teranga s’appelle en wolof l’hospitalité dont nous avons bénéficié au Sénégal. Nous sommes entrés sans visa et avons été accueillis à bras ouverts à l’aéroport. Le sort d’un groupe de jeunes d’un village reculé du sud-est du Sénégal, que nous voulions visiter, a été tout autre. Peu avant notre arrivée au village, nous avons appris une nouvelle aussi actuelle que dramatique : un nombre à deux chiffres d’entre eux se sont noyés au cours de leur fuite vers l’Europe. Les conditions de voyage et de liberté ne peuvent guère être plus contrastées sur notre monde. Le village était en deuil et le sera encore longtemps – et nous avons poursuivi notre voyage de vacances avec un point de programme en moins. Je n’avais encore jamais vécu cela d’aussi près et cela n’a cessé de me préoccuper. (…)
Ansgar n’était pas le seul à être préoccupé par cette nouvelle. Nous nous demandions tous et toutes, au vu des évolutions politiques dans plusieurs pays d’Europe, quelles seraient les possibilités de trouver de l’aide chez nous pour des personnes vivant en dehors de notre continent.
Le Parc national du Niokolo Koba et la Case santé de Dar Salam
Le Parc national s’est montré à nous sous un jour très favorable. On sait bien que les lions et les éléphants ont leurs zones de refuge et les visiteurs ne devraient pas s’attendre à les voir. Mais la diversité des antilopes et des gazelles et autres petits gibiers est impressionnante.


L’hôtel Simenti, où nous avons passé deux nuits, est lui aussi sur la bonne voie après une période difficile. Onze bungalows confortables récemment construits (certains n’ont pas encore d’eau chaude) et huit chambres rénovées dans le bâtiment principal, la bonne cuisine et la vue imprenable sur le fleuve Gambie depuis la terrasse de l’hôtel rendent le séjour à l’hôtel très agréable, surtout lorsque des hippopotames se montrent à la surface de l’eau au coucher du soleil. Depuis l’hôtel, il est possible de réserver des circuits en véhicule tout-terrain et des balades en bateau. L’accès à l’hôtel est problématique, sur une piste à peine entretenue et pleine d’obstacles – il faudrait sans doute que l’État prenne des mesures pour ne pas compliquer inutilement l’accès des voyageurs intéressés à l’un des sites touristiques majeurs du pays.
En face de l’entrée du Parc national, dans le village de Dar Salam, se trouve une Case santé financée il y a 22 ans par des Amis de la Nature français et qui a été agrandi depuis. On constate ici qu’une inrastructure très utile ne peut remplir ses fonctions que de manière limitée, car elle manque de médicaments, de lits et de personnel – à l’écart des grandes villes le système sanitaire du Sénégal est insuffisant.

Le sud-est du Sénégal – Kédougou comme base d’excursions vers des sites touristiques incontournables
Kédougou est une ville située au carrefour du Sénégal, du Mali et de la Guinée, directement au bord du fleuve Gambie. C’est de là que partent les voyageurs – dont nous – pour des excursions vers la cascade de Dindéfélo et dans les régions des minorités ethniques des Bedick et des Bassari.

Ma dernière visite dans cette région remonte à onze ans. J’ai été positivement surprise par les développements dans la zone de la cascade de Dindéfélo. En 2010, 12 villages et quelques hameaux de la commune de Dindéfélo se sont regroupés pour former une Réserve Naturelle Communautaire, dont l’objectif est la mise en valeur durable et respectueuse de la nature de la zone. Le Centre d’accueil fournit des informations détaillées aux personnes intéressées, deux campements avec restaurant sont gérés par la communauté et des guides peuvent être réservés pour des excursions. Quelques étals de souvenirs proposent des produits agricoles locaux (miel, jus de fruits, confitures, produits cosmétiques).

Le village d’Éthiolo, au cœur du pays Bassari, nous a fait découvrir le patrimoine culturel de la région. Depuis le campement Chez Balingo, il est possible de se faire accompagner et, après une courte montée, de visiter le site des rites d’initiation. Balinge est un conteur talentueux qui sait sexpliquer clairement cette tradition aux visiteurs et visiteuses peu informés que nous étions.

Sur le chemin de retour vers Kédougou, nous avons visité le campement « Chez Léontine » à Bandafassi. Léontine Keita est l’une des quatre « femmes courageuses » que j’ai présentées dans une petite brochure il y a plus de 10 ans. Depuis, le campement s’est très bien développé, l’engagement et l’énergie de Léontine sont restés intacts – c’est vraiment une femme impressionnante qui gère son entreprise avec compétence et charisme.
À Samécouta, à quelques kilomètres de Kédougou, nous avons à nouveau rendu visite à l’école primaire. 500 élèves et plusieurs de leurs enseignant/e/s ont chanté et dansé avec nous. Un grand bravo aux parents des élèves, pour qui il est important d’assurer une bonne éducation scolaire à leurs enfants, dans un endroit aussi reculé du Sénégal.

De retour à la Maison des Amis de la Nature de Petit Mbao, une grande surprise et une visite traditionnelle
Lors du dîner qui a suivi notre retour, la Maison a été illuminée par l’électricité produite par la nouvelle installation photovoltaïque. La construction de l’installation sur le toit de la Maison a été possible grâce à une campagne de dons des Amis de la Nature de Wiesbaden et grâce à quelques dons individuels plus importants. Lors d’une visite des lieux, Mamadou Mbodj a remercié tous les donateurs pour leur générosité. La Maison peut désormais produire son propre courant et économise ainsi beaucoup d’argent – le courant électrique est plus cher au Sénégal qu’en Allemagne ou en Autriche. En outre, cela témoigne de l’orientation écologique de la maison.


Mon dernier voyage de groupe en Afrique s’est achevé après une visite traditionnelle aux maraîchères de Kamb.

Pendant plus de 20 ans, accompagner des voyages a été un point fixe dans ma vie. Merci à tous les amis et amies africains, surtout sénégalais, qui m’ont aidé à partager de nombreuses expériences enrichissantes, des expériences, des rencontres avec eux et avec les voyageurs et voyageuses d’Europe. Je reviendrai, sans groupe, seule ou avec quelques amis.
Ba benene yon – au revoir !

