Klo-Abenteuer in Asien! Wie machen die Asiaten das mit ihren Hintern?

„Entschuldigen Sie die intime Frage: Wie machen Sie das mit Ihrem Hintern?“ Wie oft habe ich diese Frage in den vergangenen 3 Wochen nun schon insgeheim in meinem Kopf formuliert. Mindestens 50 mal seit dem Moment, als ich begriffen habe, dass die in Thailand und Nachbarländern neben jedem Toilettensitz angebrachte Wasserstrahlpistole keine innovative Alternative zur Klobürste ist, sondern eine traditionelle Alternative zu Klopapier. Weiterlesen „Klo-Abenteuer in Asien! Wie machen die Asiaten das mit ihren Hintern?“

Schnorchlereien

Genau genommen gibt es dieses Wort ja gar nicht. Zumindest nicht im Duden. Trotzdem, es gefällt mir. So sehr sogar, dass ich gleich googlete (gibts im Duden auch nicht), wo der Schnorchel herkommt. Ich fand mehrere Erklärungen. Gemäß Duden leitet sich der Schnorchel von Schnorgel oder Schnörgel = Mund, Nase, Schnauze ab. Andere Quellen verweisen auf das althochdeutsche Wort snore (Nase, schnarchen) und sogar der jiddische Schnorrer (Geizhals) muß herhalten. Was der mit einer Nase oder dem Schnorchel zu tun hat, wollte ich dann nicht mehr wissen. Auch nicht, weshalb die Franzosen den U-Bootbelüftungsschacht le schnorchel nennen und kein frankofones Wort verwenden.

Massen-Schnorchlerei in Ko Chang

Zurück zu den Schnorchlereien. Das Wort kam mir in den Sinn, als ich in meinen digitalen Fotoalben stöberte. Ich suchte bloß nach hübschen Strandaufnahmen, als ich über ein paar Bilder der Insel Ko Chang stolperte. Bilder eines Schnorchelausfluges. Ganz einfach „Schnorchlereien“… Ich hatte diesen irrwitzigen Schnorchelausflug eigentlich schon vergessen. Dabei machte ich ihn erst vor zwei Monaten. Schnorchlereien sind sonst immer Höhepunkte einer Reise. Warum aber verdrängte ich diesen Ausflug in Neptuns tropisches Reich? Ich würde mich sogar an einen Tiefseegang in der Hotelbadewanne mit Hilton-Entchen und Taucherbrille erinnern. Ich weiß es schon. Es war, was wir in Österreichs Bergen den touristischen Almauftrieb nennen. Massentourismus par excellance, die Mega-Schnorchlerei im Golf von Thailand. Weiterlesen „Schnorchlereien“

Tourismus und Frieden – Quo vadis Thailand

Viele mittlerweile populäre Urlaubsländer in Südostasien waren vor wenigen Jahren noch Orte des Krieges, der Zerstörung und ethnisch-politischer Konflikte. Es seien nur einige kurz in Erinnerung gerufen:
Der Vietnamkrieg endete vor 34 Jahren. Der Laoskrieg endete ebenso 1975. Beide Länder blieben daraufhin jedoch für ein weiteres Jahrzehnt praktisch geschlossen. Die Roten Khmer Kambodschas wurden 1978 nach 4-jähriger Schreckensherrschaft (Nachlese zu Tuol Sleng) von vietnamesischen Truppen gestürzt. Die vietnamesische Besetzung des Landes endete schließlich 1989. Die letzten Widerstandskämpfer der Roten Khmer ergaben sich erst zwischen 1996 und 1999. Bis zum heutigen Tag gibt es noch immer bewaffnete Konflikte in Teilen Burmas und zahlreiche Distrikte des Unionsstaates sind nachwievor gesperrt (Nachlese: Tourismus und Frieden – Eine Reise in den Eastern Shan State Burmas). Selbst in jenen Ländern, die in den letzten Jahrzehnten keine großräumigen militärischen Auseinandersetzungen sahen, gab es häufig blutige Regierungsumstürze, lokal begrenzte Rebellenscharmützel, Proteste und Bombenattentate. Thailand, Indonesien und die Philippinnen zählen zu diesen Nationen. Weiterlesen „Tourismus und Frieden – Quo vadis Thailand“

Tourismus und Frieden – der Tempelkrieg

Vor 1000 Jahren wussten die Priester und Baumeister des einst riesigen Khmer-Reiches nicht, was sie anrichteten, als sie hinduistisch-religiöse Tempelanlagen auf einer Hügelkette nördlich der grandiosen Hauptstadt Angkor errichteten. Sie konnten nicht einmal erahnen, dass sich Jahrhunderte später zwei unabhängige Nationen um genau diese Tempelanlagen streiten würden: Thailand und Kambodscha. Die Namen der Tempel: Prasat Preah Vihear und Prasat Ta Muean Tom. Grund der Uneinigkeit: Das ist eine lange Geschichte…

Ort des Konflikts - die lange Grenze zwischen Thailand und Kambodscha
Ort des Konflikts – die lange Grenze zwischen Thailand und Kambodscha

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Mekongaktivisten

„Hellooo Mister…!”, „How are you?”, „What‘s your name…?”, die Schüler der Rachaprajanukroh School in Chiang Saen haben Spaß mit dem fremden Gast aus Europa. Ich sitze ja mitten unter ihnen in einer überdachten Schulhoflaube und warte auf „Acharn“ (= Gelehrter) Miti Yaprasit. Seinen Namen haben mir bereits mehrere Leute in Chiang Saen und Umgebung genannt – in Zusammenhang mit Rettungsprojekten für den Mekong natürlich. Neben seiner Lehrerbeschäftigung ist Acharn Miti lokaler Leiter des „Community Organizations Development Institute (Public Organization)“ in Chiang Saen und in zwei weiteren Projektgruppen „Geschichte“ und „Naturschutz“, auch in Chiang Saen, tätig. Weiterlesen „Mekongaktivisten“

1000 Kilometer

Justin ist ein echter Reiseprofi
Justin ist ein echter Reiseprofi

„Warum halten wir schon wieder?”, wundert sich mein Sitznachbar Justin, „oder sind wir schon da…?“ Das wäre echt super, wir sind vor nicht mal 20 Minuten vom Bahnhof Hua Lampong in Bangkok abgefahren. Justin und ich haben das gleiche vorläufige Ziel: Chiang Mai in Nordthailand, nur, dass ich dann noch einen halben Tag länger mit dem Bus unterwegs sein werde. Mein Endziel ist Chiang Saen am Mekong. Draußen wirds gerade finster und wenn wir morgen in Chiang Mai ankommen, ist es schon Frühstückszeit. „15 Stunden, eine ganze Nacht…“, sage ich zu Justin, „…dann sind wir da!“ 750 Kilometer sind es bis in die alte Königsstadt im Norden. Weiterlesen „1000 Kilometer“