Rettet die Straße

Man hört immer „Rettet den Wald!”, „Rettet die Natur!“, „Rettet den Fluss!“. So soll es auch sein. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Straße einer unserer wichtigsten Lebensräume ist. Vom Metropolen-Boulevard bis in die Kleinstadtgasse leben die meisten Menschen in eng gebauten Häusergalerien. Vorne draußen herrscht Parkplatzmangel, Lärm und Gestank. Ganz einfach ausgedrückt: Unbehaglichkeit. So wie die Bewohner der Asphaltzeilen in Unzufriedenheit schwelgen, fühlen sich auch Touristen in dieser gesichtslosen Umgebung selten wohl. Thailand ist da nicht anders als Europa. Tja, wir sind selber schuld. Wir lassen unsere Städte (un)bewusst sterben.

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Der Elefantendoktor

Ein Elefant frisst täglich ungefähr 10% seines Eigengewichtes. Bei einem ausgewachsenen Tier können das über 300 Kilogramm pflanzlicher Nahrung sein! Ich müsste 8,5 Kilo Nusskuchen, Pizza und Salat verdrücken, um da mithalten zu können.

Der Elefantendoktor
Der Elefantendoktor

„Wir dürfen ihnen aber nicht jede Grasart füttern. Elefanten sind sehr wählerisch und auch die Nährstoffe müssen ausgewogen sein“, sagt Dr. Samart Prasitphon, ein ausgebildeter Tierarzt. Er begann seine Arbeit mit den klugen Dickhäutern in Surin, Thailands traditioneller „Elefantenhauptstadt“ im Nordosten des Landes. Dort war er im Department for Livestock Development beschäftigt, einer staatlichen Institution, die auch Tierhospitäler unterhält. Nach ein paar Jahren ging Dr. Prasitphon nach Westthailand, wo man bereits über eine Anlage für gestrandete Elefanten in der Provinz Kanchanaburi diskutierte. Vorbild waren und sind ein Projekt in Surin und das Elefantenkrankenhaus Lampang in Nordthailand. Nach seiner Ankunft kümmerte sich der Tierarzt zuerst einmal um die Elefanten in den zahlreichen Elephants & Rafting Camps der touristisch gut erschlossenen Provinz Kanchanaburi. Als Angestellter beim Department for Livestock Development sah er die Notwendigkeit einer besser zu koordienierenden medizinischen Versorgung der lokalen Arbeitselefanten.

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Freie Wildbahn im Tempel

(English Version „Temple Tigers“ just below this German blog)

Endlich bin ich der Stadt entflohen. 130 Kilometer weit weg von Bangkok ist das Leben ganz anders; beschaulicher und ohne Abgasqualm von Millionen Autos. Herrlich! Ich habe mir ein paar Tage Zeit genommen für meine Tochter, und um meine bevorstehende Mekongreise weiter im Detail zu planen. Mehr als 10 Jahre meines Lebens habe ich hier in der Provinz Kanchanaburi am River Kwai verbracht. Ich kann die Umgebung genießen, habe keinen Stress mit Sightseeing, kein Theater mit lauten Nachbarn im Gästehaus. Rund um die 50000-Einwohner-Stadt kenne ich fast alle Sehenswürdigkeiten: die Brücke am Kwai, Museen, Tempel, einsame Höhlen, Wasserfälle, Naturparks. Kanchanaburi hat viel zu bieten für ihre Touristen.

Mekong map

Aber da ist noch dieser „Tiger-Tempel“; den habe ich in all den Jahren nicht besucht. Mönche haben dort vor fast einer Dekade damit begonnen, sich um Tiger zu kümmern, deren Muttertiere angeblich von Wilderern erschossen wurden. Lobenswert, wenn es wahr ist…

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