Tourismus und Frieden – der Tempelkrieg

Vor 1000 Jahren wussten die Priester und Baumeister des einst riesigen Khmer-Reiches nicht, was sie anrichteten, als sie hinduistisch-religiöse Tempelanlagen auf einer Hügelkette nördlich der grandiosen Hauptstadt Angkor errichteten. Sie konnten nicht einmal erahnen, dass sich Jahrhunderte später zwei unabhängige Nationen um genau diese Tempelanlagen streiten würden: Thailand und Kambodscha. Die Namen der Tempel: Prasat Preah Vihear und Prasat Ta Muean Tom. Grund der Uneinigkeit: Das ist eine lange Geschichte…

Ort des Konflikts - die lange Grenze zwischen Thailand und Kambodscha
Ort des Konflikts – die lange Grenze zwischen Thailand und Kambodscha

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ASA, Blende, Leitzahl und Co.

Fremde Menschen zu fotografieren ist nicht so einfach wie Blumen zu knipsen.
Blumen zu fotografieren ist einfacher als fremde Menschen abzulichten.

Marcus Bauer hat in seiner tourismlog-Geschichte “Bitte Lächeln” schon sehr schön und humorvoll die Probleme der Reisefotografie beschrieben. Menschen zu fotografieren ist eine Herausforderung. Es verlangt Respekt, Geduld und manchmal auch das Aufsichnehmen eines verärgerten „No photo, go!“ Nicht alle Menschen die lächeln, wollen auch fotografiert werden. Es macht da keinen Unterschied, ob man Tourist ist oder Journalist, ob die Kamera aus der Urzeit des Zelluloidfilms stammt, superklein ist oder ein 3-Kilo-Digitalmonster mit 20 Millionen Pixeln Auflösung. Das Ergebnis ist immer dasselbe. Wir dringen mit gezückter Touristenwaffe in die Privatsphäre unseres lebendigen Motivs ein und vergessen dabei allzuoft, dass es der auserkorenen Person vielleicht gar nicht so willkommen ist, als Musterbeispiel der Spezies Homo Fotogenensis im Archiv von flickr.com Berühmtheit zu erlangen.

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Tuol Sleng – Mahnmal der Unmenschlichkeit

Schule - Folterkammer - Museum, die traurige Geschichte von Tuol Sleng
Schule – Folterkammer – Museum, die traurige Geschichte von Tuol Sleng

Der Horror des Krieges und der Folter haben unzählige Namen – KZ Auschwitz, KZ Mauthausen, Gulag Kolyma, Abu Ghraib Prison, Guantanamo, usw… In Kambodscha heißt der Ort des Grauens Tuol Sleng. Was vor 1975 ein Gymnasium war, wurde von den Führern der Roten Khmer für 4 Jahre in ein schreckenerregendes Foltergefängnis verwandelt. Bis zu 1 500 Gefangene mussten tagtäglich blutige Torturen und unbeschreibliche Haftbedingungen über sich ergehen lassen. Von insgesamt über 17 000 Insassen überlebten nachweislich nur 12. Sie hatten das Glück, dass ihre handwerklichen Talente gebraucht wurden. Alle anderen wurden entweder im Gefängnis zu Tode geprügelt, oder nach Ablegen eines „Geständnisses“ außerhalb der Stadt auf einem Feld erschlagen und in Massengräber geworfen.

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Vom Aussterben bedroht

Über 1300 Fischspezies leben in den Wassern des Mekong und seiner Nebenflüsse. Dutzende Arten dürften noch unentdeckt sein und ebenso viele sind vom Aussterben bedroht. Neben ihnen tummelt sich auch Orcaella Brevirostris in den Fluten des Mekong. Orcaella Brevirostris ist kein Fisch, sondern ein Säugetier. Es ist der Irrawaddy-Delfin. Auch er steht auf der Liste bedrohter Tierarten in der Mekongregion. Die Gründe für die Gefährdung dieser seltenen Delfinart sind vielfältig.

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