Nachhaltig unterwegs in Afrika: Beispiele von einer Senegal-Gambia-Tour

Naturfreundereisen in verschiedene afrikanische Länder haben seit etwa 15 Jahren Tradition. Schwerpunktland für die Naturfreunde Internationale (NFI) ist dabei Senegal. Bei all diesen Reisen stand und steht nicht das „Abhaken“ von Natur- und Kulturhighlights im Vordergrund, sondern das sensible Kennenlernen von Land und Leuten und der Naturfreundearbeit, Begegnungen mit Einheimischen, sowie gemeinsame Erlebnisse europäischer und afrikanischer NaturfreundInnen. Weiterlesen „Nachhaltig unterwegs in Afrika: Beispiele von einer Senegal-Gambia-Tour“

Vom Aussterben bedroht

Über 1300 Fischspezies leben in den Wassern des Mekong und seiner Nebenflüsse. Dutzende Arten dürften noch unentdeckt sein und ebenso viele sind vom Aussterben bedroht. Neben ihnen tummelt sich auch Orcaella Brevirostris in den Fluten des Mekong. Orcaella Brevirostris ist kein Fisch, sondern ein Säugetier. Es ist der Irrawaddy-Delfin. Auch er steht auf der Liste bedrohter Tierarten in der Mekongregion. Die Gründe für die Gefährdung dieser seltenen Delfinart sind vielfältig.

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Freie Wildbahn im Tempel

(English Version „Temple Tigers“ just below this German blog)

Endlich bin ich der Stadt entflohen. 130 Kilometer weit weg von Bangkok ist das Leben ganz anders; beschaulicher und ohne Abgasqualm von Millionen Autos. Herrlich! Ich habe mir ein paar Tage Zeit genommen für meine Tochter, und um meine bevorstehende Mekongreise weiter im Detail zu planen. Mehr als 10 Jahre meines Lebens habe ich hier in der Provinz Kanchanaburi am River Kwai verbracht. Ich kann die Umgebung genießen, habe keinen Stress mit Sightseeing, kein Theater mit lauten Nachbarn im Gästehaus. Rund um die 50000-Einwohner-Stadt kenne ich fast alle Sehenswürdigkeiten: die Brücke am Kwai, Museen, Tempel, einsame Höhlen, Wasserfälle, Naturparks. Kanchanaburi hat viel zu bieten für ihre Touristen.

Mekong map

Aber da ist noch dieser „Tiger-Tempel“; den habe ich in all den Jahren nicht besucht. Mönche haben dort vor fast einer Dekade damit begonnen, sich um Tiger zu kümmern, deren Muttertiere angeblich von Wilderern erschossen wurden. Lobenswert, wenn es wahr ist…

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Der Rote Panda

Red Panda in Darjeeling ZooSchätzzahlen sprechen von 2500 Exemplaren, auf die es der kleine Bruder des bekannten schwarz-weißen Pandas noch bringt. Genau weiß es keiner. Sicher ist, dass seine Lebensräume schrumpfen. Die Bergregionen oberhalb 1500 Meter in der der rotbraune Säuger sich wohl fühlt stehen unter Druck vor allem durch den Menschen. Die kulturellen Gründe, wegen derer das Fell in einigen Gebieten Chinas begehrt ist – der Bräutigam trägt es zur Hochzeit – ist in Indien kein Bedrohungsgrund. Hier war es vor allem die Forstwirtschaft, die ihm zu schaffen macht. Die Einführung exotischer Baumarten, vor allem die schnellwachsende Sicheltanne cryptomeria japonica, hat Bambus und Mischwald zurückgedrängt. Bambus stellt eine der Hauptnahrungsquellen für das Tier dar, zusätzlich verspeist er Früchte und Beeren.

Der Zoo von Darjeeling ist eine der erfolgreichsten Brutstätten für den roten Panda. Das Institut kann sich bereits einiger erfolgreiche Auswilderungen rühmen. Doch die Zucht in Gefangenschaft stellt keine dauerhafte Lösung für den bedrohten Artenbestand dar. Flankierend gibt es daher Bemühungen, seinen Lebensraum zu verbessern. Einerseits werden so z.B. im Neora Valley Nationalpark in Darjeeling die Sicheltannen durch einheimische Arten ersetzt. Zum anderen gibt es Bemühungen, die einzelnen Reservate, in denen sich der Panda findet, zu vergrößern und diese miteinander zu verbinden. Nur so kann die Gefahr der Inzucht vermieden und eine genetische Stabilität der Spezies gewährleistet werden.

Eine aktive Einbindung der Bevölkerung ist hierzu unabdingbar. Obwohl Tourismus für die landschaftlich reizvollen Verbreitungsgebiete des Säugers eine gute Option darstellt, ist der Panda selbst als Attraktion nur bedingt geeignet. Das Tier ist nachtaktiv, eine Begegnung in freier Wildbahn ist entsprechend unwahrscheinlich. Es bleibt zu hoffen, dass die Wertschätzung des Lebensraumes durch Besucher den Einheimischen Ansporn zur Habitatsverbesserung ist. Und dass sich die Touristen mit einer Beobachtung des Tieres im Zoo zufrieden geben.