Vogelparadiese

Der Oman ist trotz seines trockenen Wüstenklimas Heimat für zahlreiche Wasservogelarten. Die 2092 Kilometer lange Küstenlinie mit vielen schroffen Klippen garantiert unzählige geschützte Nistplätze für Seevögel. Hier lassen sich Kormorane und Tölpel beobachten, unter ihnen auch der gefährdete Sokatra-Kormoran. An den einsamen und flachen Stränden im Süden des Sultanats tummeln sich hingegen viele Seeschwalben, verschiedene Mövenarten und andere Gesellen.

Kein seltener Anblick an den Stränden des Oman

Zudem bevölkern auch Zugvögel auf dem Weg von Zentralasien nach Afrika temporär die südlichen Gefilde der Arabischen Halbinsel und somit den Oman mit seinen vorgelagerten Inseln.

„Khors“ sind weitere Feuchtgebiete und Habitate für Watvögel im ganzen Land. Weiterlesen „Vogelparadiese“

Ist der Massa gut bei Kassa…

… fliegt First Class er nach Mombasa. Ich muss zugeben, dass ich mir den Titel bei der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV) abgeguckt habe. Als ich vor zwei Monaten im Flugzeug nach Nairobi saß, schoss mir irgendwann auch dieser Ohrwurm der Rock- und Klamaukbarden ins Gehirn. Mombasa sollten meine Freundin Daranee und ich zwar nicht kennenlernen, aber auch wir waren wie der „Massa“ unterwegs zur Großwildjagd in Kenia. Ausgerüstet mit Kameras und einem ultralangen Teleobjektiv sollte es schon gelingen, den einen oder anderen Elefanten zu erlegen. Weiterlesen „Ist der Massa gut bei Kassa…“

Vom Aussterben bedroht

Über 1300 Fischspezies leben in den Wassern des Mekong und seiner Nebenflüsse. Dutzende Arten dürften noch unentdeckt sein und ebenso viele sind vom Aussterben bedroht. Neben ihnen tummelt sich auch Orcaella Brevirostris in den Fluten des Mekong. Orcaella Brevirostris ist kein Fisch, sondern ein Säugetier. Es ist der Irrawaddy-Delfin. Auch er steht auf der Liste bedrohter Tierarten in der Mekongregion. Die Gründe für die Gefährdung dieser seltenen Delfinart sind vielfältig.

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Der Elefantendoktor

Ein Elefant frisst täglich ungefähr 10% seines Eigengewichtes. Bei einem ausgewachsenen Tier können das über 300 Kilogramm pflanzlicher Nahrung sein! Ich müsste 8,5 Kilo Nusskuchen, Pizza und Salat verdrücken, um da mithalten zu können.

Der Elefantendoktor
Der Elefantendoktor

„Wir dürfen ihnen aber nicht jede Grasart füttern. Elefanten sind sehr wählerisch und auch die Nährstoffe müssen ausgewogen sein“, sagt Dr. Samart Prasitphon, ein ausgebildeter Tierarzt. Er begann seine Arbeit mit den klugen Dickhäutern in Surin, Thailands traditioneller „Elefantenhauptstadt“ im Nordosten des Landes. Dort war er im Department for Livestock Development beschäftigt, einer staatlichen Institution, die auch Tierhospitäler unterhält. Nach ein paar Jahren ging Dr. Prasitphon nach Westthailand, wo man bereits über eine Anlage für gestrandete Elefanten in der Provinz Kanchanaburi diskutierte. Vorbild waren und sind ein Projekt in Surin und das Elefantenkrankenhaus Lampang in Nordthailand. Nach seiner Ankunft kümmerte sich der Tierarzt zuerst einmal um die Elefanten in den zahlreichen Elephants & Rafting Camps der touristisch gut erschlossenen Provinz Kanchanaburi. Als Angestellter beim Department for Livestock Development sah er die Notwendigkeit einer besser zu koordienierenden medizinischen Versorgung der lokalen Arbeitselefanten.

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Freie Wildbahn im Tempel

(English Version „Temple Tigers“ just below this German blog)

Endlich bin ich der Stadt entflohen. 130 Kilometer weit weg von Bangkok ist das Leben ganz anders; beschaulicher und ohne Abgasqualm von Millionen Autos. Herrlich! Ich habe mir ein paar Tage Zeit genommen für meine Tochter, und um meine bevorstehende Mekongreise weiter im Detail zu planen. Mehr als 10 Jahre meines Lebens habe ich hier in der Provinz Kanchanaburi am River Kwai verbracht. Ich kann die Umgebung genießen, habe keinen Stress mit Sightseeing, kein Theater mit lauten Nachbarn im Gästehaus. Rund um die 50000-Einwohner-Stadt kenne ich fast alle Sehenswürdigkeiten: die Brücke am Kwai, Museen, Tempel, einsame Höhlen, Wasserfälle, Naturparks. Kanchanaburi hat viel zu bieten für ihre Touristen.

Mekong map

Aber da ist noch dieser „Tiger-Tempel“; den habe ich in all den Jahren nicht besucht. Mönche haben dort vor fast einer Dekade damit begonnen, sich um Tiger zu kümmern, deren Muttertiere angeblich von Wilderern erschossen wurden. Lobenswert, wenn es wahr ist…

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Leben im Biodiversitäts-Hotspot

Im Was? In einem Gebiet, in dem eine besonders ausgeprägte Artenvielfalt durch zahlreiche Störfaktoren gefährdet ist. Denglisch – Biodiversitäts-Hotspot. Die Störungen des biologischen Gleichgewichts sind meist von einer Spezies verursacht: Dem Homo-Sapiens, wie man uns so nennt. Dass es Interessenkonflikte gibt ist verständlich in einer Region, wo auf einem Quadratkilometer durchschnittlich etwa Tausend Menschen siedeln. Manche Tierarten halten sich im Bewusstsein. Der Stolz Bengalens, der Königstiger, schafft es regelmäßig in die Medien. Schließlich ist er das Wappentier Indiens. Und als Tourist hat es gar etwas Abenteuerliches, den Jeep bei einer Safari nicht verlassen zu dürfen aus Gefahr vor einer Attacke. Tigerangriffe auf Touristen sind selten, da sind Elefanten und Nashörner schon eine größere Bedrohung. Aber viele Leute wohnen am Rand von Waldgebieten und die Siedlungsflächen schneiden immer tiefer in die Wanderrouten der Wildtiere ein. Entsprechend sind tierische Besuche in vielen Dörfern Alltag. Und Kämpfe „Auge um Auge“ sind keine Seltenheit – Angst hat eigene Gesetze.

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