Kulturschock Österreich

Als ich vor 24 Jahren in den Vorbereitungen zu meiner ersten Thailandreise steckte, erstand ich neben dem Standardreiseführer für Rucksacktouristen von Renate und Stefan Loose auch ein dünnes Büchlein mit dem Titel „Culture Shock Thailand“ von Nanthapa und Robert Cooper. Was ich darin las, mutete nicht nur exotisch an; es machte mir Angst. Nudelsuppen mit Stäbchen essen – hoffentlich verhungere ich nicht. Über die Blamage mit meiner praktisch nicht vorhandenen Stäbchenesskunst wollte ich erst gar nicht nachdenken.

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Syrien – Erinnerungen eines „Langzeittouristen“

Im Mitilärmuseum Damaskus

Das Land am Mittelmeer war in unseren Breiten nie wirklich bekannt als typisches Urlaubsziel. Im deutschsprachigen Raum kannte und kennt man Syrien als Konfliktland. Bereits das ptolemäische Ägypten kämpfte vor über 2000 Jahren mit syrischen Seleukiden um die Vorherrschaft in der Levante, danach kamen unzählige weitere Kriege mit den Römern, muslimischen Arabern, Kreuzfahrern, Osmanen und sogar Mongolen, die im 13. Jahrhundert für kurze Zeit über das Land herfielen. Nach 400-jähriger türkischer Besetzung und einigen Jahrzehnten als französisches Protektorat erlangte Syrien 1946 schließlich die Unabhängigkeit. Die Kriege gingen jedoch weiter. Konflikte mit Israel in den Jahren 1949, 1967 und 1973 isolierten das Land politisch ebenso wie die harte Diktatur von Hafiz al-Assad. 1998 betrat ich zum ersten Mal syrischen Boden. Das Land war damals noch fest in der Hand des Hafez al-Assad. Er war allgegenwärtig; auf Bildern, in Form von Statuen, in Schulen und Universitäten – überall. Die Syrer liebten ihren Vater Assad – sie mussten ihn lieben. Als er im Jahr 2000 verstarb und sein in London als Arzt ausgebildeter Sohn Bashar die Führung übernahm, sahen viele den Frühling kommen. Auch ich, denn es begann vielversprechend.

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Schnorchlereien

Genau genommen gibt es dieses Wort ja gar nicht. Zumindest nicht im Duden. Trotzdem, es gefällt mir. So sehr sogar, dass ich gleich googlete (gibts im Duden auch nicht), wo der Schnorchel herkommt. Ich fand mehrere Erklärungen. Gemäß Duden leitet sich der Schnorchel von Schnorgel oder Schnörgel = Mund, Nase, Schnauze ab. Andere Quellen verweisen auf das althochdeutsche Wort snore (Nase, schnarchen) und sogar der jiddische Schnorrer (Geizhals) muß herhalten. Was der mit einer Nase oder dem Schnorchel zu tun hat, wollte ich dann nicht mehr wissen. Auch nicht, weshalb die Franzosen den U-Bootbelüftungsschacht le schnorchel nennen und kein frankofones Wort verwenden.

Massen-Schnorchlerei in Ko Chang

Zurück zu den Schnorchlereien. Das Wort kam mir in den Sinn, als ich in meinen digitalen Fotoalben stöberte. Ich suchte bloß nach hübschen Strandaufnahmen, als ich über ein paar Bilder der Insel Ko Chang stolperte. Bilder eines Schnorchelausfluges. Ganz einfach „Schnorchlereien“… Ich hatte diesen irrwitzigen Schnorchelausflug eigentlich schon vergessen. Dabei machte ich ihn erst vor zwei Monaten. Schnorchlereien sind sonst immer Höhepunkte einer Reise. Warum aber verdrängte ich diesen Ausflug in Neptuns tropisches Reich? Ich würde mich sogar an einen Tiefseegang in der Hotelbadewanne mit Hilton-Entchen und Taucherbrille erinnern. Ich weiß es schon. Es war, was wir in Österreichs Bergen den touristischen Almauftrieb nennen. Massentourismus par excellance, die Mega-Schnorchlerei im Golf von Thailand. Weiterlesen „Schnorchlereien“

Vogelparadiese

Der Oman ist trotz seines trockenen Wüstenklimas Heimat für zahlreiche Wasservogelarten. Die 2092 Kilometer lange Küstenlinie mit vielen schroffen Klippen garantiert unzählige geschützte Nistplätze für Seevögel. Hier lassen sich Kormorane und Tölpel beobachten, unter ihnen auch der gefährdete Sokatra-Kormoran. An den einsamen und flachen Stränden im Süden des Sultanats tummeln sich hingegen viele Seeschwalben, verschiedene Mövenarten und andere Gesellen.

Kein seltener Anblick an den Stränden des Oman

Zudem bevölkern auch Zugvögel auf dem Weg von Zentralasien nach Afrika temporär die südlichen Gefilde der Arabischen Halbinsel und somit den Oman mit seinen vorgelagerten Inseln.

„Khors“ sind weitere Feuchtgebiete und Habitate für Watvögel im ganzen Land. Weiterlesen „Vogelparadiese“

Ist der Massa gut bei Kassa…

… fliegt First Class er nach Mombasa. Ich muss zugeben, dass ich mir den Titel bei der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV) abgeguckt habe. Als ich vor zwei Monaten im Flugzeug nach Nairobi saß, schoss mir irgendwann auch dieser Ohrwurm der Rock- und Klamaukbarden ins Gehirn. Mombasa sollten meine Freundin Daranee und ich zwar nicht kennenlernen, aber auch wir waren wie der „Massa“ unterwegs zur Großwildjagd in Kenia. Ausgerüstet mit Kameras und einem ultralangen Teleobjektiv sollte es schon gelingen, den einen oder anderen Elefanten zu erlegen. Weiterlesen „Ist der Massa gut bei Kassa…“

Die Sanduhr tickt

In meinem ersten Oman-Blog „Grand Canyon“ habe ich über die Bergwelt und deren Erschließung berichtet. Diese steckt sicher noch in den Kinderschuhen. Raststationen sind praktisch nicht vorhanden und markierte Wanderwege selten. Doch das Netzwerk wird wachsen und mit ihm die Zahl der Naturbegeisterten. Touristen zieht es aber nicht nur in die schöne Bergwelt des Oman sondern auch in die endlosen Weiten der Sandwüsten… Weiterlesen „Die Sanduhr tickt“